Skara Pastorat
Skara Pastorat
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Der Dom zu Skara



Der Dom zu Skara ist eine Kathedrale mit einer langen und spannenden Geschichte, aber auch mit einem reichen Angebot von Gottesdiensten.



Öffnungszeiten
täglich geöffnet 10-16, Donnerstag 10-19

Ab 25 Juni – 12 August 2012 10-18

Tel. Der Dom zu Skara 46(0)511-26528
Für Gottesdienste und Musik: siehe Kalender.

Willkommen in der Dom zu Skara.




Eine alte Kathedrale für ein neues Jahrtausend
Das Bistum Skara ist das älteste in Schweden. Durch seine geographische Lage im südwestlichen Schweden hatte die Provinz Västergötland früh Kontakte mit Missionaren aus vor allem England und Deutschland.
Ein grund dafür, daβ gerade Skara Sitz des Bischofs wurde, war daβ dieser Platz keine Vorgeschichte als Kultplatz oder Königshof hatte. Während des frühen Mittelalters aber wurde Skara nicht nur Zentrum f¨r die Kirche, sondern auch fü die Königsmacht. In jener Zeit war Skara eine ”Groβstadt” mit rund 700 Einwohnern.

Die erste bekannte Dom wurde um 1150 eingeweiht, aber neue Entdeckungen zeigen, daβ es schon im 11. Jahrhundert auf diesem Platz eine Kirche gab.

Das 13. Jahrhundert war eine dynamische Periode in der Bischofsstadt, mit umfassenden Bauarbeiten. In dieser Zeit wurde die Krypta, die sich hunter die Kirche befand, zugeschüttet, und die ganze Kathedrale wurde im Stil der Gotik umgebaut. Hohes, freies Rippengewölbe und groβe Fenster sind zwei deutliche Kennzeichen für die gotische Bauweise, heute noch kennzeichend für den Dom zu Skara.

Während der folgende Jahrhunderte wurde die Kirche mehrmals durch Feuer zerstört, und gelegentlich wurde sie umgebaut, aber im 16. Jahrhundert begannen mit der Reformation die mageren Jahre der Kirche. Verfall und notdürftige Reparaturen prägte diese Zeit.
Es dauerte bis zum späten 19. Jahrhunderte, bevor eine durchgreifende Restaurierung stattfand. Dann erst haben die Einwohner in Skara den Wert ihrer Kathedrale eingesehen, und man hat eine umfassende Renovierung und Umbau unter Fürung vom Architekten Helgo Zettervall angefangen. In dieser Periode hat die Kirche ihren gotischen Charakter züruckbekommen mit ihren bekannten Turmspitzen.

Mehrere Umbauten
Gut 50 Jahre später war es wieder Zeit (1947-1949), diesmal mit Ivar Tengbom als Architekt. Der heutige Altar im Barockstil wieder auf seinen ursprünglichen Platz aufgestellt. Gleichzeitig fing die Arbeit mit den Fenstern von Bo Beskow an.

Die letzte Restaurierung fand im Jahre 1999 statt. Diesmal wurde der Auftrag dem Architektprofessor Jan Lisinski und seinen Mitarbeitern anvertraut. Diese Restaurierung hat den gotischen Charakter deutlicher hervorgehoben, und die Krypta ist ein schöner Raum für Andachten geworden.

Eine einzigartige Krypta
Die mittelalterliche Krypta in Skara ist einzigartig. Seit dem 13. Jahrhundert unter Steinmassen begraben, wurde sie im Jahre 1949 wiederenteckt. In der Krypta wurden wertollen Reliquien verwahrt. Sie diente auch als letzte Ruhestätte für die ersten Bischöfe. In der Krypta hat man auch neun Gräber aus dem 12. Jahrhundert gefunden. In einem dieser Gräber befand sich auch eine Patene aus Silber. Den Kelch nennt man den ”Sunekelch”, weil det Text ”Sune machte mich”
(Lat: Suni me fecit) darauf zu lesen ist.

Bischof Brynolf
Im Dom befindet sich ein Altar benannt nach Brynolf Algotsson, Bischof in Skara 1278-1317. Den Altar aus Keramik hat der Künstler Gunnar Nylund im Jahre 1949 geschaffen. Im Jahre 1304 hat die Kirche durch den Bischof ihre wertvolleste Reliquie erhalten, einen Stachel aus Christi Dornenkrone.Diese kostbare Reliquie trug dazu bei, daβ die Kirche ein wichtiges Ziel für Pilger während des ganzen Mittelalters wurde. Das weitere Schicksal dieses Stachels ist uns nicht bekannt, aber eine Legende erzählt, daβ er in die Kirchenwand eingemauert wurde, als König Gustav Wasa die Beschlagnahme von den Wertsachen der Kirchen beschloβ.


Das Mausoleum von Soop

Ein beeindrückendes Mausoleum in der Kirche ist das der Familie Soop, geschaffen von Pieter de Keyser in Amsterdam. Oberst Erik Soop wurde 1632 in einem imposanten Zinnsarg begraben. Seine Gemahlin, Anna Posse, hat die Kosten für das Mausoleum getragen. Das Ehepaar ist auf dem Steinsarkophag abgebildet. Vor dem Mausoleum aus schwartzem Marmor stehen die römischen Götter Minerva, Göttin für Weisheit, und Mars, der Kriegsgott.




Die Schatzkammer des Domes
Im Dom gibt es viele Schätze: schöne Denkmäler, Grabsteine und Steinreliefe. Die Kirche besitzt auch Abendmalkelche und Meβgewänder aus vergangenen Zeiten. Einige von diesen Gegenständen werden aus praktischen Gründen nicht im Dom aufbewahrt. Die meisten sind aber in ”Västergötlands Museum” oder in ”Stifts- och Landsbiblioteket” ausgestellt.

Das Missal von Skara
Das Missal wurde während des gröβeren Teiles des Mittelalters als Meβbuch gebraucht. Wahrscheinlich ist es das älteste Buch, das in Schweden geschrieben worden ist.

Relieftafeln
Im südlichen Seitenchor befinden sich vier Steinrelieftafeln von der Zeit um 1150. Sie sind konkrete Erinnerungen aus der romanischen Kirche.

Die Fenster von Bo Beskow
Der vornehmste Beitrag unserer eigenen Zeit zum Dom sind die Glasmosaikfenster im Chor vom Künstler Bo Beskow. Zusammen mit dem Glaser Gustav Ringström hat er diese Fenster zwischen 1945 und 1976 geschaffen. Die Reihe von Fenstern erzählt uns viele Geschichten aus der Bibel.

Das Meβgewand von Brynolf
Das Meβgewand von Bischof Brynolf Algotsson (1278-1317) aus ursprünglich rotvioletter Seide ist geschmückt mit 30 gestickten Figuren in Seide und Gold.

Der Kelch von Soop
Der Kelch von Soop ist ein wahrer Kleinod im Besitz der Kirche.
Er ist aus reinem Gold, gechmückt mit Email und 60 Diamanten. Dieser Abendmahlkelch wurde 1636 vom Obersten Erik Soop an die Kirche testamentiert.

Der Adalvardkelch
Mehrere Quellen erzählen, daβ Bischof Adalvard d.Ä. (†1064) den Bau der Kathedrale in Skara angefangen hat, und hier hat er auch seine letzte Ruhestätte gefunden. Einer der ältesten und merwürdigsten Grabfunde in Skandinavien ist der kleine Abendmalkelch, mit einer Höhe von etwa 6 cm, der sich auch im Besitz der Kirche befindet. Als die Krypta 1949 entdeckt wurde, fand man auch noch einen Abendmalkelch. Diesen Kelch nennt man den ”Sunekelch”, weil darauf der Text ”Sune machte mich” auf Latein zu lesen ist. Er kommt aus dem 12. Jahrhundert. Diese beiden Kelche sind die ältesten Silbergegenstände aus den nordischen Ländern die in einem christlichen Grab in einer Kirche angetroffen worden sind.